| Geschichte der Würzburger Synagoge | |
| Bis zur Schoa gab es in Würzburg sieben Synagogen. Neben der Hauptsynagoge in der Domerschulstraße und der staatlichen Heidingsfelder Synagoge wurden auch eine kleinere, Synagoge im Gemeindehaus, die sogenannte ”Mazzestube”, eine Privatsynagoge in einem Privathaus in der Bibrastraße, eine Synagoge im Gebäude der Israelitischen Lehrerbildungsanstalt und eine Synagoge im Pfründnerhaus in der Dürerstraße genutzt. Ein Schmuckstück war ferner eine aus dem unterfränkischen Ort Kirchheim stammende und seit 1912 im Luitpoldmuseum beherbergte Zimmersynagoge aus dem 17. Jahrhundert. Alle diese Synagogen wurden, soweit sie die Verwüstungen und Zerstörungen während des Novemberprogroms 1938 überhaupt wenigstens teilweise überstanden hatten, in der Bombennacht am 16. März 1945 endgültig vernichtet. | |
| 14. Jht. | Synagoge auf dem Gelände der später am heutigen Marktplatz errichteten Marienkapelle. |
| 1841 | Einweihung der neuen Würzburger Synagoge als erste einer großen Zahl solcher Neubauten in den unterfränkischen Städten. |
| 1938, 9. Nov. |
Verwüstung der Synagoge in der Domerschulstraße während des Novemberprogroms. Vernichtung der prächtigen, aus dem Jahr 1780 stammenden Heidingsfelder Synagoge durch Brandstiftung. Die Vorgänger-Synagoge war zwischen 1693 und 1698 errichtet worden. |
| 1956 | Einebnung der letzten Mauern der Synagoge in der Domerschulstraße. Auf dem Gelände entsteht Sportgelände für die Alumnen des gegenüberliegenden Priesterseminars. |
| 1964 | Beschluss zum Bau einer neuen Synagoge. |
| 1966, 9. Nov. |
Baubeginn für die neue Synagoge in der Valentin-Becker-Straße |
| 1970, 24.März |
Rabbiner Hans Isaak Grünewald aus München weiht in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste die neue Synagoge in der Valentin-Becker-Straße ein. |
| 1999 | Vorstellung des Projekts Shalom Europa, in dessen Rahmen auch eine Erweiterung der Synagoge vorgesehen ist. |
| 2003, 20. Mai |
Bezug der ersten Teilbaumaßnahme von Shalom Europa. |
| 2006, April |
Nutzungsfreigabe des Gesamtkomplexes einschließlich der Erweiteruung der Synagoge anlässlich des Pesachfestes. |