| Dokumentationszentrum | |||
Das Dokumentationszentrum wurde im März 1987 eröffnet. Gründer und Träger sind zu gleichen Teilen die Stadt Würzburg und der Bezirk Unterfranken. Das Zentrum versteht sich als zentrale Auskunftsstelle für die jüdische Geschichte in der Region. Es ruft die reichhaltige jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken durch regelmäßige Veranstaltungen (Vorträge, Ausstellungen und Publikationen) ins öffentliche Bewusstsein. Durch die Förderung und Veröffentlichung wissenschaftlicher Arbeiten wird die Erforschung der jüdischen Geschichte Unterfrankens vorangebracht. Schließlich soll insbesondere der Schuljugend durch Führungen und Vorträge ein wahrheitsgetreues Bild vom Judentum und der jüdischen Komponente der Heimatgeschichte vermittelt werden. Eine wissenschaftliche Präsenzbibliothek ist im Aufbau. |
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Das Dokumentationszentrum verfügt über eine ständig ausgebaute, derzeit etwa 1200 Bände umfassende wissenschaftliche Bibliothek zur jüdischen Kultur und zur jüdischen Geschichte Unterfrankens; darüber hinaus wird aber auch Literatur zur Geschichte der Juden in ganz Deutschland gesammelt. In verschiedenen Publikationsreihen des Stadtarchivs Würzburg sind mehrere Veršffentlichungen zur jüdischen Geschichte Unterfrankens erschienen. Als wohl bislang wichtigste verdient das „Biographische Handbuch Würzburger Juden 1900-1945” von Reiner Strätz besondere Hervorhebung, zumal dieses Werk nicht nur die Stadt Würzburg erfasst, sondern räumlich in die Region und noch darüber hinaus ausgreift und zeitlich jüdisches Leben in weit mehr als einem Jahrhundert beschreibt. |
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