| Leiter der Jüdischen Gemeinde |
Die 1945 wiedergegründete Israelitische Kultusgemeinde versteht sich als Nachfolgerin der traditionsreichen Jüdischen Gemeinde, deren Anfänge bis ins 12. Jahrhundert reichen. Mit einer Ausnahme haben alle seit dem 2. Weltkrieg amtierenden Vorsitzenden eine direkte Beziehung zur alten Heimat. Max Fechenbach und David Rosenbaum sind Überlebende des Konzentrationslagers Theresienstadt, wohin sie von Würzburg aus verschleppt worden waren. Der aus Obbach stammende Siegfried Ramsfelder hatte bis zu seiner Deportation 1941 in Würzburg gewohnt. David Schuster, dem mit seiner vor dem Kriege in Bad Brückenau ansässigen Familie 1938 die Auswanderung nach Palästina glückte - nicht bevor er, wie sein Vater, durch Gefängnis- bzw. Konzentrationslageraufenthalte (Dachau, Buchenwald) mürbe gemacht worden war, kehrte 1956 nach Würzburg zurück. David Schuster ist länger Vorsitzender der Kultusgemeinde gewesen als alle seine Vorgänger im 19. und 20. Jahrhundert. |