| Jüdischer Friedhof | ||
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Der jüdische Friedhof in der Werner-von-Siemens-Straße besteht seit Juli 1882. Er wird von der Israelitischen Gemeinde Würzburg verwaltet. Andere (geschlossene) Friedhöfe im Bereich der Gemeinde stehen unter der Verwaltung des Landesverbandes Israelitischer Kultusgemeinden in Bayern (Effnerstraße 68, 81925 München - www.ikg-bayern.de). Es ist die seit dem 16. Jahrhundert erste jüdische Begräbnisstätte in Würzburg selbst, auch wenn sie bei ihrer Einrichtung noch weit vor den Toren der Stadt lag. In den Jahrzehnten zuvor waren die Würzburger Juden auf den Landfriedhöfen der Umgebung, vor allem in dem später eingemeindeten Heidingsfeld und in Höchberg, beerdigt worden. Der letzte mittelalterliche Würzburger Friedhof war im Jahr 1576 durch Fürstbischof Julius Echter enteignet worden, um einen Bauplatz für das nach ihm benannte Juliusspital zu schaffen. Die älteste bekannte Begräbnisstätte für Juden wird in der heutigen Innenstadt, in der Gegend um den Schmalzmarkt, vermutet. |
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| Der neue Friedhof seit 1882 Ein neuer jüdischer Friedhof wurde 1880 bis 1882 angelegt und am 4. Juli 1882 eingeweiht. In den Jahrzehnten davor waren die Würzburger Juden in Höchberg und Heidingsfeld beigesetzt worden. Der Höchberger Friedhof blieb auch nach 1882 für viele Orthodoxe der bevorzugte Bestattungsort, vor allem, nachdem es seit etwa 1900 auf dem neuen Friedhof die Möglichkeit der Beisetzung von Aschenurnen gab (Urnenhalle). Der älteste Grabstein ist von 1881 (Amalie Bechhöfer). Eine massive Steinmauer umgibt den Friedhof. Vor dem Haupteingang steht ein großes Friedhofshaus mit einer Leichenhalle und einer Taharahalle, einer Wohnung des Friedhofswärters und Aufenthaltsräumen. Für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges wurde ein Ehrenhain eingerichtet. In der Zeit des Zweiten Weltkrieges waren das Friedhofshaus mit der Wohnung von der Stadt beschlagnahmt worden. Einem Gemüsegärtner war der Friedhof zur Beaufsichtigunggegeben worden. Insgesamt wurden jedoch keine größeren Zerstörungen angerichtet. Etwa 40 Grabsteine waren bei Kriegsende umgeworfen. Einige waren durch einen Granateneinschlag umgestürzt. Der Friedhof war jedoch durch verwilderte Sträucher und Gras zugewachsen. Nach den ersten Wiederherstellungsmaßnahmen konnte am 11. November 1945 neben dem Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges ein Mahnmal für die in der NS - Zeit ermordeten Juden eingeweiht. Die Weiherede hielt Rabbiner Neuhaus aus Frankfurt am Main. http://www.alemannia-judaica.de/wuerzburg_friedhof.htm
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| David-Schuster Weg läuft entlang der Südostmauer zum Häuselberg | ||
Öffnungszeiten im Israelitischen Friedhof: |
So -Do, 9.00 bis 18.00 Uhr, ausser Jüdischen Feiertagen,
Freitags und vor den Jüdischen Feiertagen - 9.00 bis 16.00 Uhr.
Weitere Information während der Öffnungszeiten in dem Gemeindebüro. Tel: 0931-404140. |
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